Mittwoch, 22. September 2010

Projektbesichtigung in Montebello


Nachdem ich jetzt endlich die wichtigen Formalitäten geklärt habe, konnte ich die letzten beiden Tage nach Montebello fahren und schon mal andere Projekte kennenlernen

Das Abenteuer beginnt bereits mit der Fahrt dahin! Die Fahrzeuge, Straßen und der Fahrstil, haben wenig mit dem zu tun, was man von Deutschland gewohnt ist. Denn die einfachste und günstigste Möglichkeit nach Montebello zu kommen, ist es, in einem der Jeeps mitzufahren, die wie Linienbusse zwischen Montebello und dem Stadtzentrum umherfahren und die Leute von allen Punkten der Strecke aufsammeln. Sitzplätze gibt es nur auf der Ladefläche, auf der zwei Bänke längs der Fahrtrichtung aufgestellt sind, die gerade hoch genug sind, dass man darauf sitzen kann. Der einzige Schutz nach außen hin ist eine Plane, die als Dach vor Regen und anderem schützen soll.
Alles klappert, lockere Teile sind provisorisch mit Klebeband fixiert, jedes Schlagloch tut weh und die Anzahl der Plätze ist nach oben hin nicht begrenzt. Wer keine Möglichkeit mehr hat sich irgendwie dazwischen zu quetschen, klammert sich einfach von außen an das Auto und fährt, zur hälfte über das Auto ragend, mit. Bisher habe ich mich jedes Mal wieder  gefreut mit dem Jeep zu fahren, weil es einfach Spaß macht und einem das Gefühl gibt, Kolumbien zu erleben.

Hauptstraße von Montebello
 Angekommen in Montebello, war ich zunächst sehr erstaunt, denn nur wenige Kilometer vom Kloster entfernt herrscht eine vollkommen andere Umgebung: Die Straßen sind nicht mehr asphaltiert, die Wege sind aufgerissen, die Häuser wirken brüchig und heruntergekommen und die Umgebung ist chaotisch und dreckig. Trotzdem empfand ich den Aufenthalt als ansprechend und gemütlich, da die Stadt gleichzeitig in wunderschöner, unberührter Natur und inmitten von Bergen liegt, die mit Bäumen, Pflanzen und Sträuchern beinahe komplett grün bewachsen sind.

Häuser im Grün
Zusammen mit Thomas, Alexandra, Hannah und Elena, 4 anderen Freiwilligen aus Deutschland, habe ich dort heute den Vormittag verbracht. Wir waren an 2 Schulen und einer Bibliothek, wo später andere Weltwärtsler arbeiten werden, um einen Eindruck von möglichen Einsatzstellen zu bekommen.
Wir haben eine Unterrichtsstunde einer dritten Klasse besucht, mit den Kindern gespielt und uns die jeweiligen Schulgebäude angeschaut. Es war ein wirklich schöner Tag und hat richtig Spaß gemacht, weil die Kinder einfach klasse waren. Wir wurden sehr herzlich von allen begrüßt und von allen Kindern umarmt. Insgesamt hat mir der Tag die Vorfreude auf mein Projekt in Cúcuta nochmal vergrößert!

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