Freitag, 1. Oktober 2010

Bauprojekt in Montebello


Nachdem wir letzten Woche noch die vielen Formalitäten klären mussten, die für den Aufenthalt in Kolumbien notwendig sind, hatten wir in dieser Woche endlich einen geregelten Tagesablauf mit fest zugeordneten Aufgaben. Seit Montag haben wir uns an der Schule in Montebello Bauprojekte vorgenommen, die das Schulgelände erweitern sollten. Aber bauen? Wieso machen wir denn sowas? Die Idee, die dahinter steckt, ist ganz einfach. Das Ziel in der Woche war es innerhalb der Gruppe den Zusammenhalt zu stärken und gemeinsam an einer Sache zu arbeiten. Gleichzeitig sollte dies eine Eingewöhnungsphase sein, in der wir uns an die neue Umgebung und das Klima gewöhnen konnten.

Schutz vor dem Regen unter der Überdachung

Doch leider hat die Umsetzung der Projekte in Montebello nicht ganz so gut geklappt wie erwartet. Nach den ersten drei Tagen, ist plötzlich mehr als die Hälfte der 20 Freiwilligen krank geworden und viele Projekte konnten nur langsam, oder in manchen Fällen sogar gar nicht, fortgeführt werden. Dazu kam noch, dass sich der Aufwand zum Teil als wesentlich größer als vermutet dargestellt hat und eine Woche auch bei voller Besetzung zu knapp gewesen wäre. Ich selber konnte mich immerhin darüber freuen, gesund geblieben zu sein und habe das Glück gehabt an einem Projekt mitzuarbeiten, das, obwohl wir es nicht ganz beenden konnten, insgesamt doch sehr erfolgreich verlaufen ist.

Meine Aufgabe war es, mit ein paar anderen Freiwilligen für die Kinder eine Tischtennisplatte zu bau. Was auf den ersten Blick einfach klingt, stellte sich als durchaus umständlich dar, vor allem da das Schulgelände extrem bergig ist und wir uns zu allererst eine ebene Fläche graben, bzw. haken mussten. Alleine dafür haben wir schon zwei volle Tage gebraucht. Um mich an dieser Stelle jedoch möglichst kurz zu fassen, versuche ich unsere Fortschritte mit Fotos zu dokumentieren:

Die ersten beiden Tage: hacken....
... und schaufeln
Den Untergrund plätten
Nochmal hacken und schaufeln
Mit Zement...
...Stahlstäbe fixieren
Das Fundament steht
Bambusstäbe als Tischfüße
Der Bambus wird einbetoniert
Die Form für die Tischtennisplatte wird gebaut...
... und aufgesetzt
 Leider mussten wir heute an dieser Stelle unsere Arbeit beenden. In den nächsten Tagen müsste dann nur noch der Beton angemischt und in die Form gefüllt werden. Die Stahlstäbe werden vorher in die Form gebogen und sollen dem Tisch mehr Stabilität geben. Wirklich schade, dass ich die Tischtennisplatte wahrscheinlich erst in einigen Monaten ausprobieren kann.

1 Kommentar:

  1. Baust du mir wenn du wiederkommst auch eine Tischtennisplatte? :) Unser Garten ist auch eben.

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